Lettlandreise September 2003



Eine Reise nach Lettland - der Weg zurück in die Vergangenheit


2. Tag: Sonntag, 31. August 2003


Beim Wetter gab es zunächst leider keine Änderung. Um 10.00 Uhr fuhr ich zusammen mit meinen Eltern von Seski nach Dzukste, wo wir Ernst abholten. Wir fuhren über Lancenieki - Slampe - Tukums nach Talsi, wo wir meinen alten Bekannten und Freund Richard Kalnins besuchten. Wir waren bei ihm und seiner Frau Aira zum Essen eingeladen, welches natürlich wie immer und überall, wo man in Lettland zu Gast ist, recht umfangreich ausfiel. Nachdem sich auch der Regen einmal eine kleine Pause gönnte, machten wir alle zusammen noch einen kleinen Spaziergang, auf dem uns Richard noch einige Dinge über das schöne Städtchen Talsi erläuterte.

Regnerischer Tag
Ein regnerischer Tag in Talsi.

Um 15.30 Uhr hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Den Rückweg nach Dzukste (ca. 90 km) fuhren wir durch bis zur A9 Riga - Liepaja und bogen bei Pienava nach rechts ab. So kamen wir mitten durch das ehemalige Hauptkampfgebiet der 3. Kurland-Schlacht, die um Weihnachten 1944 ihren Höhepunkt dort fand.

Da das Wetter einigermaßen mitspielte, nutzten wir noch die Gelegenheit, um den Soldatenfriedhof der lettischen Legionäre in Lestene zu besuchen. Dort hat sich seit meinem letzten Besuch vor fast genau zwei Jahren doch einiges getan. Die Arbeiten an dieser Friedhofsanlage sind nun weitestgehend fertig gestellt und er soll offiziell am 27. September 2003 eingeweiht werden. Ein kleines Nebengebäude, der noch immer beschädigten Kirche in der Nähe des Friedhofes, ist ebenfalls schön hergerichtet worden. Dort hatten wir uns Fotos betrachten können, auf denen man sah, welch schöne Kirche dies einmal gewesen ist.

Gegen 18.00 Uhr fuhren wir wieder zurück nach Dzukste. Auf dem dortigen zivilen Friedhof, in den ein deutscher Soldatenfriedhof mit 198 Gefallenen integriert ist, machten wir einen Rundgang und kamen dabei an der Kirchenruine vorbei, von der nur die Grundmauern zu sehen sind. Hier ist von Wiederaufbau leider noch nichts zu sehen.

Auf Seski fand der Tag in Form eines gemeinsamen Abendessens seinen Abschluss. Anschließend brachte ich Ernst in sein Quartier zurück und so war der zweite Tag schnell vorbei.



Michael Molter

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