Militärische Stationen von Günter Schlagmann - 126. Inf.- Div.


Günter Schlagmann wurde am 2.6.1924 in Wuppertal geboren. Nach dem Volksschulabschluss machte er eine Lehre als Klempner und Installateur.
Einberufung Oktober 1942 nach Herford, Stobbe-Kaserne, 3. Kompanie, Bataillon 184. Ausbildung zum Infanterist, 1. Zug, 3. Gruppe. Ausbilder: Uffz. Hahn aus Aachen.

Februar 1943 nach Dänemark-Aarhus verlegt. Urlaub in Wuppertal. Im Urlaub kam Telegramm, - sofort nach Herford zurück. Einkleidung und neue Waffen. Im Güterwagen Richtung Osten.
Frontleitstelle war Staraja-Russa / Ilmensee. Verteilung der Ausbildungskompanie an die 126. Inf.-Div. Das Bataillon wurde von Staraja-Russa zurückgebracht, da die 126. Inf.-Div. im Kessel von Demjansk auf dem Rückzug war. Das Ausbildungsbataillon der 126. ID war in Marino (Obl. Langer). Nach Beendigung des Kessels von Demjansk wurde das Ausbildungsbataillon aufgeteilt in die Regimenter 422 - 424 - 426. Ich kam zum Regiment 424 unter Hauptmann Cappel, I. Bataillon. Kommandeur war Graf von Plettenberg, Kompaniechef 6. Komp. war Oblt. Schön, Zugführer Obfw. Schiffer, Gruppenführer Uffz. Bubi Due (Tapferkeits-Unteroffizier, 18 Jahre).

Am 25.2.44 erhielt ich einen Bauchschuss (quer durch Magen, Leber, Dickdarm und Zwerchfell). Mehrere Lazarettaufenthalte und Genesungsurlaub folgten, so dass ich erst am 9.11.1944 wieder zur 126. Infanterie-Division, Füsilier-Bataillons-Stab zurück kam. Zu der Zeit war Oberleutnant Dittloff Kompanieführer. Ich war als Melder eingesetzt. Wir wurden oft verlegt. bis zur 2. HKL. Bis zum 24.12.1944 war es verhältnismäßig ruhig. Wir feierten am Heiligenabend im Bunker, haben gesungen, es wurden die Päckchen verteilt. Drei Stunden nach der Feier wurde das Bataillon in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Im Morgengrauen des 1. Weihnachtsfeiertages beschoss uns der Russe mit schwerer Artillerie. Er erzielte einen Durchbruch. Im Gegenangriff warfen wir den Feind zurück. Leutnant Wessel bekam vom Bataillonskommandeur den Befehl nach der 3. Kompanie zu suchen. Wir wurden beide bei der Aktion verwundet. Nachdem wir in einem Bunker beide verbunden wurden, machten wir uns auf den Weg ins Lazarett. Dort war ich bis Anfang Februar 1945. Danach wurde ich wieder zur alten Truppe beordert. Drei Wochen später wurde ich erneut in der Nähe einer Kiesgrube südlich von Libau verwundet.

Dies geschah am 22. Februar 1945 in der Nähe einer Kiesgrube. Zunächst kam ich zum Hauptverbandsplatz. Nach der Operation wurde ich am 24.2.1945 mit einem Frachtschiff von Libau nach Usedom-Wollin und von dort mit dem Lazarettzug nach Tuttlingen an der Donau transportiert. Im März fuhr ich zum Genesungsurlaub nach Wuppertal. Die Amerikaner besetzten die Stadt am 16. April 1945. Allen ehemaligen Soldaten wurde Hausarrest auferlegt. Am 29. April holte ich Lebensmittelkarten ab, und wurde auf der Straße von den Amerikanern verhaftet. Nach der Vernehmung wurde ich ins Düsseldorfer Polizeigefängnis gebracht (bezüglich Wehrwolf u. Politik) und verhört. Anschließend kam ich auf die Rheinwiese nach Büderich, wo wir uns mit 100 Soldaten ein Brot teilen mussten. Unter freiem Himmel, bei Kälte, Nässe und Hunger wurde ich nach 4 Wochen nach Stenny ins Elsass-Lothringen gebracht. Einstufung als POW. Danach ins Gefangenenlager nach St. Quentin. Von dort aus nach Basancur, Esslingen, Heilbronn. Im März 1946 wurde ich aus gesundheitlichen Gründen entlassen und bin auf Umwegen nach Wuppertal gekommen. Danach war der Krieg für mich vorbei.



Fotos und Dokumente:



Ogefr. Günter Schlagmann
Stabfeldpostnummer 09247A
126. Infanterie Division/Füsilierbatallion



Entenjagd am finnischen Meerbusen, Dez. 1943



Finnischer Meerbusen, Dez. 1943



Finnischer Meerbusen, Dez. 1943



Feldausbildungsbataillon in Borrock



Grenadier Schaake im Wintermantel



Grenadier Schmidt im Wintermantel



Grenadier Schlagmann im Wintermantel



Grenadier Scheyper im Wintermantel



Grenadier Schmitz im Wintermantel



Im Feldlazarett Porchow



Kasankawald bei Penna



Grenadier Schlagmann im Urlaub, Nov.-Dez. 1943



Gefr. Schlagmann auf Urlaub in Herford



Gefr. Schlagmann auf Urlaub in Herford mit Tante



Gefr. Schlagmann auf Urlaub in Herford



Gefr. Schlagmann auf Urlaub in Herford



Sonderurlaub in Herford nach Verwundung



Vor Leningrad: Strelna Schreibmaschinenfabrik
v.l.n.r.: Ofw. Franz Florin, Uffz. Reuber, Gefr. Gehler, hinten Uffz. Langlitz



Schützengraben mit Bunker
v.l.n.r.: Uffz. Remmert, Uffz. Reuber, Gefr. Gehler, Ofw. Florin, Uffz. Langlitz



v.l.n.r.: Uffz. Reuber, Ogfr. Schlagmann, Ofw. Florin, Uffz. Remmert, Uffz. Langlitz



v.l.n.r.: Ogefr. G. Schlagmann Ogefr. Heesen, Ofw. Florin,
Gefr. Gehlen, Uffz. Remmert, Uffz. Reuber (Spitzname: Schanditt)



Blick nach Leningrad in zerschossenen Öltanks sitzend
v.l.n.r.: Uffz. Reuber, Uffz. Remmert



v.l. n. r: Uffz. Remmert, Ofw. Florin, Uffz. Langlitz



Ogefr. Günter Schlagmann nach Lazarettaufenthalt 1944


Soldbuch komplett mit Auszeichnungen, Ausrüstung, Verwundungen etc.:
(Durch einen Granatsplitter wurde das Soldbuch in Mitleidenschaft gezogen)


































































Urkunden und Auszeichnungen:



Unterschrieben von Generalmajor Fischer







Unterschrieben von Hauptmann Fähnrich



Unterschrieben von Hauptmann Rehmer







Benachrichtigungsschreiben zur Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse,
unterschrieben von Hptm. Schön.








Günter Schlagmann,
Juni 2007




Erlebnisbericht 1:
"Gegenstoß in Kurland"
Erlebnisbericht 2:
"16. Februar 1945"
Erlebnisbericht 3:
"Kartoffelbunker"
Erlebnisbericht 4:
"Panzerdurchbruch"
Erlebnisbericht 5:
"Mein letzter Einsatz in Kurland"
Erlebnisbericht 6:
"Erlebnisse eines estnischen Luftwaffenhelfers"
Erlebnisbericht 7:
"Als Luftwaffenhelfer im Kurland-Kessel"
Erlebnisbericht 8:
"Beginn der Gefangenschaft in Kurland"
Erlebnisbericht 9:
"Persönliche Erinnerungen von Friedrich Horstmann"
Erlebnisbericht 10:
"Zug- und Kompanieführer im Kurland-Kessel"
Erlebnisbericht 11:
"Militärische Stationen von Günter Schlagmann - 126. Inf.- Div."
Erlebnisbericht 12:
"Gefangenschaft im Schoß von Väterchen Russland"
Erlebnisbericht 13:
"Stafversetzung nach Kurland"
Erlebnisbericht 14:
"Einsatz in der Nahkampfdiele"
Erlebnisbericht 15:
"Harald Kägebein schreibt über seinen vermissten Onkel"
Erlebnisbericht 16:
"Wilhelm Hopp beschreibt die ersten Tage in Gefangenschaft"
Erlebnisbericht 17:
"In russischer Kriegsgefangenschaft, von Otto Solbach"
Erlebnisbericht 18:
"Alfons Wohlgemuth über einen Gegenstoß bei Preekuln"


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